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Schlaftracking – Fluch oder Segen?
DOI:10.1007/s11818-026-00553-7.png)
Abstract
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Die zunehmende Nutzung von Consumer-Technologien wie Gesundheits-Apps und Wearables, insbesondere von Schlaftrackern, beeinflusst das schlafbezogene Gesundheitsverständnis vieler Nutzer:innen. Neben etablierten schlafmedizinischen Diagnostik- und Nachsorgeverfahren stehen Medizinprodukte, digitale Gesundheitsanwendungen und zahlreiche „Lifestyle-Gadgets“ zur Verfügung. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Consumer-Technologien und regulierten Medizinprodukten, etwa durch zertifizierte Smartwatch-Funktionen, bei weiterhin bestehenden Unterschieden in Validität, Transparenz und regulatorischer Einordnung. Darstellung des Spannungsfelds zwischen etablierten und Consumer-basierten Technologien in der Schlafmedizin sowie Diskussion der sinnvollen und verantwortungsvollen Integration selbsterhobener Schlafdaten in die klinische Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung ihrer Limitationen. Selektive Übersicht und Einordnung regulatorischer und technischer Aspekte sowie der Güte digitaler Schlaftechnologien. Schlafdaten aus Consumer-Technologien können reflektiert in die klinische Kommunikation eingebunden werden, sollten jedoch kritisch bewertet werden, um Fehlinterpretationen infolge variabler Messgüte der eingesetzten Sensoren sowie orthosomnischer Beschwerden zu vermeiden. Orthosomnie beschreibt hierbei eine klinisch relevante, nichtdiagnostische Fixierung auf vermeintlich optimale Schlafwerte. Es wird eine strukturierte klinische Beratung empfohlen, die digitale Schlafdaten kontextualisiert, subjektive Wahrnehmungen berücksichtigt und eine personalisierte Weiterbehandlung unterstützt.
Keywords:
Medical device legislation
Wearable electronic devices
Sleep quality
Clinical decision-making
Patient generated health data
Journal
K
IF:
3.6
Papers:
21
Citations:
977

